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Die Zeit begann und mit ihr die Unendlichkeit der Ewigkeit

Beschreibung

Geschichten aus dem Universum vom Beginn bis zum Ende seiner Zeit.

Tags

#ultraviolett #Universum #Zeit

 

 

Vorwort

Hallo alle zusammen,
wer meine vorhergehende Geschichte „TIME (Die Zeit beginnt …)“ gelesen hat, dem ist möglicherweise aufgefallen, dass dort im Kapitel „Verschiedenes“ Namen und Handlungen erwähnt werden, die sonst nirgendwo erzählt werden. Das liegt daran, dass dort nur ein kleiner Teil der gesamten Chronik erzählt wurde.

 

In der hier vorliegenden Erzählung „Die Zeit begann und mit ihr die Unendlichkeit der Ewigkeit“ wird alles vom Anfang bis zum Ende berichtet.

 

Im hier schon vorliegenden ersten Kapitel lernt ihr Niss und Raan kennen. Abgeschlossen wird die gesamte Chronik mit Nadanel und Tarsipe im letzten Kapitel. Bis dahin wird aber noch viel Zeit vergehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.
Euer Uwe

Medavena

Niss

Finsternis. „… piep, … piep, … piep.“ Dann wieder Stille. Es ist immer noch dunkel. Dann wieder dieses leise Piepen aus der Ferne: „… piep, … piep, … piep.“ Es kommt näher und wird lauter: „…piep, … piep, … piep.“ Mittlerweile scheint es nah und laut genug zu sein, dass Niss wach wird.

 

Sie öffnet langsam ihre Augen. Die erste Sonne schickt ihre Strahlen durch die Bäume des umgebenden Waldes hindurch zu der getönten Glaskuppel auf dem Hausdach. „So finster ist es gar nicht mehr.“, kommt es flüsternd aus ihrem Mund. Es ist jedoch niemand im Raum, der es hören kann. Diesmal schafft der Wecker nur noch ein „… piep“, bis Niss ihn mit einem Fingerschnipp ausschaltet. „Heller!“, sagt sie und die Glaskuppel verliert einen Teil ihrer Tönung.

 

Der Raum wird heller. Das kreisrunde Bett, in dem sie liegt, steht inmitten der Kuppel. Am Rande befinden sich einige kleine Kisten, die als Stauraum und Ablage dienen. Gegenüber dem Fußende war der Transporter, mit dem sie in die unteren Stockwerke gelangen konnte. Wenn man überhaupt an einem kreisrunden Bett eine Stelle als Fußende bezeichnen kann.

 

Sie springt freudestrahlend aus dem Bett, schnappt sich ein paar Klamotten die verteilt um das Bett herumliegen und zieht sich schnell an. Mit dem Transporter verlässt sie die Glaskuppel, ihr kleines Reich, welches die Eltern nur mir ihrer Erlaubnis betreten dürfen. So hat sie in zwei Sekunden die untere Etage erreicht.

 

Das Haus ist nicht groß. Es hat nur zwei Stockwerke und die Glaskuppel obendrauf. Die Außenwände des zylinderförmigen Hauses sind mit großflächigen, abgerundeten Glasfronten versehen, dessen Tönung, genauso wie bei der Glaskuppel, verändert werden kann.

 

„Guten Morgen Niss. Du siehst so fröhlich aus. Du scheinst ja gut geschlafen zu haben“, hört sie von ihrer Mutter, die sich immer freut, wenn es der Tochter gut geht. „Ja“, erwidert Niss, „und ich habe heute frei und werde Raan besuchen. Ich habe ihn schon drei Tage nicht mehr gesehen und auch nicht über Telecom erreichen können. Ich werde gleich nach dem Frühstück losgehen.“ „Sei aber vorsichtig. Nehm‘ Dir einen Körperschutz mit. Du weißt, dass bald die zweite Sonne aufgeht und dass ihre Strahlen mittlerweile tödlich sein können.“ „Ja natürlich“, versucht Niss ihre Mutter zu beruhigen, „Ich werde hauptsächlich auf der Waldstraße unterwegs sein. Da bin ich schon durch die Bäume vor den meisten Strahlen geschützt.“

 

Die Waldstraße ist ungefähr zwölf Kilometer lang und verbindet die zwei Städte, in denen Raan und Niss leben. Die Städte selbst befinden sich jeweils vollständig unter einer sechs Kilometer hohen halbkugelförmigen Glaskuppel. Diese sind aus demselben Material, wie die vom Haus, nur wesentlich größer. Sie schützen die Menschen in den Städten vor den aggressiven Sonnenstrahlen, indem sich ihre Tönung der Intensivität der zwei Sonnen anpasst. Zusätzlich sollen die Kuppeln auch die großen Waldvorkommen auf dem Planeten, der sich „Medavena“ nennt, vor der hochtechnisierten Welt der Bewohner schützen.

 

In den letzten Jahren wurden die Glaskuppeln während der hellen Tageszeit immer dunkler. Die Strahlungsintensität der zweiten Sonne hat sich mittlerweile merklich verstärkt. Dass sie immer größer wird, kann inzwischen jeder mit seinen bloßen Augen erkennen. Diese Erkenntnis ist den Wissenschaftlern allerdings schon seit mehreren Jahrzehnten bekannt. Einer der fünf Planeten, der zu dieser Doppelsonne gehört, ist bereits seit neun Jahren unbewohnbar. Das dort lebende Volk ist vollständig auf die in der Nähe schwebenden Großraumschiffe umgesiedelt worden. In absehbarer Zeit werden die Völker aller noch bewohnten Planeten dorthin umsiedeln müssen.

 

Aber noch ist es nicht so weit und Niss sitzt zusammen mit ihrer Mutter beim Frühstück. „Wie lange kennt ihr euch denn mittlerweile schon?“ nimmt die Mutter das Gespräch wieder auf. „Wir haben uns das erste Mal vor sieben Jahren gesehen“, blubbert Niss mit halbvollem Mund, „als er mit seiner Schule eine Exkursion in unsere Stadt machte.“ Jetzt schob sie ihr Frühstück zur Seite und begann mit strahlenden Augen von ihrer ersten Begegnung mit Raan zu erzählen: „Ich war auf den Wochenmarkt in der Innenstadt, um Stoffe für mein Kostümprojekt zu kaufen, als ich ihn beim Mittagessen mit seinen Freunden entdeckt habe. Wobei er immer behauptet, er hätte mich zuerst gesehen.“ Selbstverständlich hat ihre Mutter Nerana diese Geschichte schon mehrere duzend Male gehört, aber sie sieht die leuchtenden Augen ihrer glücklichen Tochter so gerne. „Und dann stand er auf, kam einfach zu mir rüber und sprach mich an. Er sagte, ich hätte ihn angelächelt und zu mir gewinkt. Dabei habe ich nur aus der Ferne nach ihm geschaut.“

 

Sie erzählt noch lange von dem ersten Treffen auf dem Marktplatz und den Wochen danach. So lange, dass sie sich später als geplant auf den Weg macht. „Sei bitte vorsichtig.“ ruft ihre Mutter hinterher, als sie das Haus verlässt. „Und pass auf dich auf.“ Doch das hört Niss nicht mehr.

 

Der Weg vom Haus zum Ausgang am Kuppelrand ist nicht weit. Niss wohnt mit ihren Eltern in einer Siedlung mit vielen kleinen Häusern am östlichen Stadtrand. An einer der Schleusen zur Außenlandschaft angekommen, lässt sie sich registrieren und begibt sich dann auf den Waldweg zur Kuppelstadt in der ihr Freund Raan lebt. Unterwegs schwirren kleine harmlose Insekten um sie herum und Vögel zwitschern hoch oben in den Bäumen. Es ist vieles nicht anders, als wir es auch von unserer heutigen Erde kennen.

 

Es ist wärmer als in der Stadt unter der schützenden Kuppel, aber noch erträglich. Ein transportabler magnetischer Schirm verhindert, dass Niss den starken Sonnenstrahlen direkt ausgesetzt ist. Dem Wald und seinen Tieren schein die erhöhte Strahlung nicht zu schaden. Zumindest kann Niss keinen Unterschied zu den letzten Jahren feststellen. Es kann aber auch daran liegen, dass ihre Gedanken im Moment nur bei Raan sind und sie deshalb die Umgebung nur schemenhaft wahrnimmt.

Der kleine Raan

Auf derselben Waldstraße war vor achtzehn Jahren der kleine Raan mit seinen Eltern in der anderen Richtung unterwegs.

 

„Wann sind wir denn endlich da?“, quengelt Raan, „Ich muss mal. … Ich hab‘ Hunger. … Meine Füße tun weh.“ „Bald“, antwortet der Vater schon leicht genervt. Vielleicht hätte er den Geschäftstermin in der zwölf Kilometer entfernten Nachbarstadt doch nicht mit einem Familienausflug verbinden sollen. Er tat es für seine Frau und seinen Sohn. So oft im Leben verlässt keiner die Kuppel der eigenen Stadt. Er hat sich vorgestellt, dass er seinen Geschäftspartner trifft und während dieser Zeit Raan und seine Mutter auf dem großen über die Stadtgrenzen bekannten Marktplatz schlendern können. Und anschließend würden sie zusammen etwas Essen gehen.

 

Auf dem letzten Kilometer hat Raan nur noch dreimal gequengelt. In der Stadt angekommen, verabschieden er und seine Mutter sich vom Vater und gehen zum großen Marktplatz. Dort angekommen, stürzt sich Raan sofort auf den ersten Stand mit Süßigkeiten. Nachdem er eine Tüte voll mit Naschereien von seiner Mutter erhält, sieht er wieder zufrieden aus.

 

Beide schlendern weiter über den Markt. Bleiben hier und da an Ständen mit bunten Halstüchern und langen Kleidern oder auch Spielsachen oder Techniktricksereien stehen. Die zwei Sonnen stehen fast senkrecht über der Kuppel und werden durch sie soweit gefiltert, dass ein angenehmes Licht ohne gefährliche Strahlung die Stadt erreicht.

 

Plötzlich bleibt Raan stehen. Seine Mutter merkt es nicht gleich und läuft erst mal ohne ihn weiter. Erst als sie ihn etwas fragt, worauf er nicht antwortet, dreht sie sich um und sieht ihn nicht mehr. Sie läuft zurück und entdeckt ihn wie angewurzelt, inmitten der umherlaufenden Menschen, stehen. Er schaut zu einem Obststand, an dem ein kleines Mädchen mit langen ultravioletten Haaren steht und Früchte in ihren Einkaufskorb legt.

 

„Schau mal, Mama, wie schön dieses Mädchen ist.“ sagt er zu seiner Mutter, als diese ganz außer Puste bei ihm ankommt. „Wer, … wo?“ fragt sie. „Da hinten an dem Obststand“, deutet er mit seinem Finger, „das Mädchen mit dem Korb und den lila Haaren.“ Die Mutter entdeckt sie sofort. „Oh ja“, bemerkt sie, „die ist ja wirklich sehr hübsch. So ein dunkles Violett habe ich bei einem Mädchen noch nie gesehen.“ Ganz erstaunt schaut sie ihren kleinen Jungen an. „Aber seit wann interessierst Du dich für Mädchen?“ „Ach“, antwortet er verlegen, „ich interessiere mich doch nicht für Mädchen.“ Er schaut wieder zum Obststand. „Aber dieses Mädchen sieht ganz toll aus.“ „Dann geh doch mal zu ihr rüber“, versucht die Mutter ihn zu beeinflussen, „und sag ihr, wie toll Du sie findest.“ Raan schaut seine Mutter böse an. „Das werde ich ganz bestimmt nicht tun.“ Als sein Blick wieder zu ihr schwenkt, sieht er nur noch, wie sie in seine Richtung lächelt und in der Menschenmenge verschwindet. „Jetzt ist sie weg“, murmelt er und bleibt danach still.

 

Beim gemeinsamen Essen mit den Eltern und auf dem Heimweg hören sie keinen Ton von ihrem Sohn. Es dauert auch einige Tage, bis er wieder am alltäglichen Leben teilnimmt. Aber mit den Jahren verblassen die Erinnerungen an das Mädchen auf dem Markplatz.

Auf dem Markplatz

Es sind mittlerweile elf Jahre vergangen, seit Raan mit seinen Eltern auf dem Marktplatz war. Dieses Jahr unternimmt seine Schule Ausflüge in alle benachbarten Kuppelstädte, um so den Schülern eine erweiterte Zukunftsperspektive zu zeigen. Heute sind sie in der Stadt, in der Niss lebt.

Nachdem alle Schüler am Vormittag zusammen einige Veranstaltungen besuchen mussten, verbringen Raan und seine Freunde die Mittagspause auf dem Marktplatz. „Gib mal her“, „Lass mich mal abbeißen“, „Schau mal, die da drüben“, bekommen einige Einheimische zu hören, die zu nah an der Gruppe vorbeigehen. Die Gruppe von Jungs fällt nicht gerade durch ihr kultiviertes Benehmen auf. Mit vollem Mund grölen sie irgendwelchen gutaussehenden Mädchen hinterher und lassen überall Essensreste und Müll fallen.

Raan schaut zu einem Obststand auf der anderen Seite des Hauptplatzes und sieht dort ein großgewachsenes schlankes Mädchen mit dunklen violetten Haaren. „Das Mädchen da drüben erinnert mich an irgendjemanden“, sagt er zu seinen Kumpels, „ich weiß nur nicht, an wen“. Niss bemerkt die Gruppe von Jungs, sieht zu ihnen rüber und lächelt. „Sag mal, Raan“, stupst ihn einer seiner Freunde an, „Die hat dich doch angelächelt“. „Die hat dich zu sich herüber gewinkt“, bemerkt ein anderer. „Die will, dass Du zu ihr gehst“, „geh schon“, hört er nun von allen Seiten. Ermuntert von allen seinen Freunden, macht er sich auf den Weg und geht zu dem Obststand, an dem Niss steht.

Bei ihr angekommen, bring er etwas leise ein „Hallo“, und „Du hast wunderschöne Haare“, heraus. „Danke“, antwortet sie, „und mehr als meine Haare gefällt dir nicht an mir?“. Raan ist verwirrt. Mit so einer Antwort hat er nicht gerechnet. „Doch, … doch, Du bist sehr hübsch“ stottert er. „Na komm“, geht sie weiterhin sehr forsch vor, „dann lad mich zu einem Getränk ein, dabei können wir ein wenig reden und uns kennenlernen“.

Raan hat zu diesem Zeitpunkt schon seine Freunde auf der anderen Seite vergessen. Er nimmt auch den Marktplatz und die umherlaufenden Besucher nicht mehr wahr. Er sieht nur noch Niss mir ihren langen ultravioletten Haaren.

Sehr lange können sich die zwei nicht unterhalten. Die Mittagspause ist schon zu Ende, als einer seiner Kumpels zu ihm kommt und ihn aus seinem Traum, der in der Wirklichkeit stattfindet, herausreißt: „Komm Raan, wir müssen weiter. Die anderen warten schon auf uns.“ Niss gibt ihm noch schnell ihre Kommunikationsnummer und ermahnt ihn, sich auf jeden Fall zu melden.

Als er zu seinen Schulfreunden kommt, klopfen ihm erstmal einige auf die Schulter oder klatschen Beifall. Das ist ihm aber nicht wichtig. Durch die Aktion, die wie eine kleine Mutprobe begann, hat er ein Mädchen kennengelernt, in die er sich anscheinend Hals über Kopf verliebt hat. Er ist sich nicht sicher, was er gerade fühlt. Es scheint aber, dass sich für ihn ab diesem Zeitpunkt alles verändert hat.

Raan und Niss kommunizieren oft über Telecom und besuchen sich, wann immer sie die Möglichkeit dazu finden, gegenseitig in ihren Heimatstädten. Mittlerweile sind sie schon sieben Jahre ein Paar. Jeder, der die beiden kennt, weiß, dass keine Macht der Welt sie wieder trennen könnte.

Das Ende von Medavena

Und nun, sieben Jahre später, ist Niss wieder auf dem Weg zu ihrem Freund Raan.

Sie wird aus ihren Erinnerungen herausgerissen, als sie, gar nicht so weit von ihr entfernt, ein Krachen hört. Sie schaut instinktiv in die Richtung, aus der der Lärm kommt. Eine entstandene Wolke aus Staub, Dreck und Laub verhindert jedoch ihre Sicht auf die Ursache des Lärms. Im Augenwinkel sieht sie eine Bewegung in der anderen Richtung. Sie dreht sich um und erstarrt bei dem Anblick, der sich ihr bietet: Einer der größeren Bäume gerät ins Wanken. Seine von ihm aus der Verankerung gerissenen Wurzeln schleudern Erde und Gestrüpp in die Höhe. Der fallende Baum reißt weitere kleinere Bäume mit sich. Bevor er den Boden berührt und die entstehende Staubwolke wieder die Sicht versperrt, sieht Niss, dass seine Krone in Flammen steht.

Niss benötigt noch Zeit, um zu verstehen, was hier eigentlich passiert. Weitere der alten teilweise über einen Kilometer großen Bäume stürzen brennend in den Wald, der den gesamten Planeten Medavena umgibt. Das Feuer breitet sich in alle Richtungen aus. Der Boden fängt an zu beben. Neben der noch bewegungslos stehenden Niss entstehen die ersten Risse im Boden. Jetzt versteht sie. Jetzt bewegt sie sich. Erst geht sie langsam vorwärts, dann fängt sie an zu rennen. Sie rennt immer schneller. So schnell, wie sie noch nie in ihrem Leben gerannt ist. Sie rennt weiter und weiter zur Stadt, in der Raan lebt.

Die Feuer breiten sich im Wald aus. Überall stürzen weitere Bäume in sich zusammen. Kleinere Bäume werden von immer größer werdenden Spalten im Boden verschluckt. Und zwischen dem Chaos rennt die klein wirkende Niss um ihr Leben zu ihren Freund. Ihre Schreie, „Raan, … Raaan, … Raaaan“, verlieren sich völlig im Tumult der Apokalypse.

Plötzlich bleibt sie stehen. Vor ihr hat sich eine Schlucht aufgetan, die sie nicht überqueren kann. Sie sackt in sich zusammen. Sie hat Raan verloren. Jetzt hat ihr Leben keinen Sinn mehr. Mit Tränen in den Augen schaut sie nochmal nach oben. In der Ferne erkennt sie Raans Kuppelstadt. Das Glas der Kuppel ist gebrochen. Die großen Häuser sind eingestürzt. Die Stadt brennt lichterloh.

„Raan“, schluchzt Niss, bevor sie fast ohnmächtig zusammenbricht. Ihr wird immer wärmer. Der transportable magnetische Schirm kann die Hitze nicht mehr vollständig abhalten. Sie hört ein Surren und nimmt ein ungewöhnliches Vibrieren war. Dann verliert sie sich vollständig im Dunkeln des Nichts.

Stelavis 23

Die Rettung

Finsternis. „… piep … piep … piep … piep …“ und es hört nicht auf zu piepen. „Das ist nicht mein Wecker.“ denkt sich Niss und hört dann eine fremde Stimme: „Nerana, kommen Sie her, ihre Tochter wird wach.“

Niss hat ihre Augen noch nicht ganz geöffnet, als sie von den Armen ihre Mutter umschlungen wird. Sie ist noch zu schwach um sich dagegen zu wehren. Dann versucht sie zu sprechen: „Wo bin ich? Was ist passiert? Überall war Feuer und alles ist eingestürzt.“ Ihre Stimme klingt schwach. „Sie sind auf der Krankenstation der Stelavis 23“, antwortet die fremde Stimme, die sie schon gehört hatte.

Die Person der Stimme kommt in ihr Sichtfeld. „Ich bin der Arzt hier auf der Station“, stellt sich der in gelb gekleidete Mann vor. „Wir konnten sie in letzter Minute in Sicherheit bringen. Als ihre Mutter uns sagte, dass sie auf der Waldstraße unterwegs sind, haben sich sofort mehrere Rettungstrupps auf den Weg gemacht. Sie waren schon ohnmächtig, als eine unserer Einheiten sie aus dem Wald bergen konnte. Sie haben sehr viel Glück gehabt.“

Niss und ihre Mutter liegen sich in den Armen und die Tränen der Mutter rinnen über Niss Gesicht. „Ich habe so Angst um Dich gehabt“, schluchzt Nerana. Plötzlich spürt sie, dass sich ihre Tochter verkrampft. „Was ist los mit Dir?“, fragt sie, während sie zurückweicht. „Raan, … was ist mit Raan? …“, entgegnet ihr Niss, „Seine Stadt war zerstört. … Lebt er? … Wo ist er?“. „Ach Niss“, antwortet ihre Mutter, „das soll er dir am besten alles selbst erzählen, wenn er gleich hierherkommt.“ Niss Augen fangen an zu strahlen. Bevor sie die Frage „Wann kommt er?“ beenden kann, entdeckt sie ihn, wie er am Eingang der Station um Einlass bittet. Sie will aufstehen und fällt dabei fast aus ihrem Krankenlager. Sie ist noch zu schwach. Doch Raan kommt mit großen schnellen Schritten auf sie zugelaufen. Die Wiedersehensfreude ist unbeschreiblich.

Nerana steht immer noch mit feuchten Augen in der Krankenstation und ist sich sicher, dass das Schicksal es so will: Ihre Tochter Niss und Raan gehören zusammen. Damit die zwei eine Zeit lang ungestört sein können, verlässt sie die Station. Beim Herausgehen murmelt sie noch: „Eure Kinder und Kindeskinder werden bis zum Ende des Universums leben.“ Niemand sieht, dass ihre Haare in diesem Augenblick leicht ultraviolett schimmern.

Nerana, Niss und Raan werden ab jetzt, mit mehreren tausend weiteren ehemaligen Bewohnern der fünf Planeten, auf Stelavis 23 leben. Es ist eins von fast dreihundert Sternenschiffen, die nun das System der Doppelsonne verlassen.

Unterwegs

Als Medavena durch die zweite Sonne zerstört wurde, entschlossen sich die Wissenschaftler auch die restlichen drei Planeten zu evakuieren und die Reise durch das Universum zu beginnen. Die ehemaligen Bewohner der fünf Planeten sind nun eine Raumfahrernation geworden. Sie nennen sich nun „Voyneys“, welches eine alte Bezeichnung für ein reisendes Volk ist.

Seit sie ihr Heimatsternensystem verlassen haben, sind mittlerweile mehr als zwanzig Jahre vergangen. Unterwegs wurden neue unbewohnte und für sie geeignete Planeten besiedelt. Es wurden Freundschaften zu den Bevölkerungen neu entdeckter bewohnter Planeten aufgebaut. Es gab auch einige kleinere Völker, die sich den Voyneys angeschlossen haben. Aber Planeten, deren Bewohner noch nicht die Technik für interstellare Reisen besaßen, wurden nur beobachtet, damit sie sich so entwickeln würden, wie es vom Universum vorgesehen war.

Raan und Niss leben immer noch auf Stelavis 23. Sie haben mittlerweile zwei Kinder und leben in einem relativ großen Quartier. Raan arbeitet bei einem Wartungstrupp, der sich um die Steuerung des Sternenschiffes kümmert. Er muss fortwährend irgendwo etwas reparieren oder neu einstellen. Er freut sich bei jedem Feierabend seine Frau Niss, ihren gemeinsamen Sohn Gerin und dessen kleine Schwester Anaren zu sehen. Anaren hat die auffällige ultraviolette Haarfarbe ihrer Mutter geerbt. Damit fällt sie nicht nur in der Schule auf, sondern ist, wie auch schon Niss, auf dem gesamten Schiff bekannt. Niss hat den Namen ihrer Tochter als Ananym zum Namen ihrer Mutter Nerana gewählt. Diese hat ein eigenes kleineres Quartier in der Nachbarschaft und arbeitet beim Wissenschaftsteam. Ihre Abteilung scannt die Umgebung des Weltalls, in der sich die Sternenschiffflotte gerade befindet.

Eines Tages fällt Nerana bei der Auswertung der aktuellen Daten ein Objekt in der Nähe der Flotte auf, das ihnen anscheinend folgt. Es scheint eine große schwarze Kugel mit reflektierender Oberfläche zu sein. In seiner näheren Umgebung schein das Weltall zu verschwimmen. Nur daran und an der sehr schwachen Strahlung konnte Nerana das Gebilde erkennen.

Ein kleiner Trupp von Wissenschaftlern und Technikern nähern sich mit einem Bergungsschiff dem Objekt. An Bord ist auch Raan. Er soll die Sicherstellung der Sonde, oder was immer es auch ist, von der technischen Seite aus betreuen.

„Wir haben keine Möglichkeit die Sonde einzufangen,“ meldet Raan dem Leiter der Mission, „Weder können wir sie in irgendeiner Weise mechanisch greifen, noch können wir magnetisch andocken oder es in ein elektrisches Feld integrieren.“ „Ist denn sichergestellt, dass es sich um eine Sonde handelt?“ fragt ihn der Missionsleiter. „Ja,“ antwortet Rann, „die Scans der Mutter meiner Frau zeigen eindeutig, dass sich kein Leben an Bord befindet.“ „Wenn wir dieses Ding nicht auf unser Sternenschiff bringen können, sollten wir eine Verstärkereinheit in seiner Nähe platzieren, damit wir sie über die Distanz weiter erforschen können,“ erklärt der Vorgesetzte.

Raan baut zusammen mit seinen Kollegen eine eigene Sonde so um, dass sie eine der stärksten zur Verfügung stehenden Verstärkereinheiten enthält und sich frei im Weltall bewegen kann. Nachdem sie die Flugbahn der zusammengefügten Sonde so programmiert haben, dass sie immer in der Nähe des fremden Objektes bleibt und dessen Strahlung stetig in Richtung der Antennen der Stelavis 23 weiterleitet, wird sie so nah wie nur möglich an der unbekannten Sonde platziert.

Nerana hat mittlerweile festgestellt, dass die Strahlung, die sie jetzt viel deutlicher empfangen kann, nicht gleichmäßig ist, sondern offenbar eine Codierung enthält. Eines Tages ruft sie ganz aufgeregt nach ihrem wissenschaftlichen Projektleiter: „Ich habe es geschafft. Ich habe die Codierung entschlüsseln können. Kommen Sie schnell her.“ Alle Wissenschaftler der Station eilen herbei und staunen nicht schlecht über das, was sie dort erwartet.

Sie sehen nicht direkt Bilder oder hören Töne, sondern es ist ein Gefühl, als würde in ihrem Kopf ein Film abgespielt werden. Sie erleben die Geschichten, die anscheinend in dieser Sonde gespeichert sind.

Unter all den Geschichten ist auch eine über die Entstehung des Universums. In ihr wird beschrieben, wie die Materie, die sich unter großem Druck und großer Dichte im Nichts aufhielt zerbarst und sich im Universum verteilte. Mit ihr begann die Unendlichkeit der Ewigkeit. Es bildeten sich Galaxien mit Sonnensystemen, deren Sonnen von Planeten umkreist wurden, die wiederum im Mittelpunkt ihrer Monde standen. Auf einigen Planeten entstand im Laufe von Millionen Jahren geringe Vegetation und Einzeller. Auf anderen eine ausgeprägte Fauna und Flora. Und auf einigen hatte sich eine niedrige oder sogar hohe Intelligenz entwickelt. Viele Völker lebten auf ihren Planeten und erfuhren nie wie das Weltall aufgebaut ist. Andere lernten die Raumfahrt kennen, bauten Raumschiffe und expandierten in die Umgebung ihrer Sonnensysteme. Die Zeit verging und hinterließ ihre Spuren im Universum.

Als sich Nerana an einem freien Tag mit ihrer gesamten Familie zu einem gemeinsamen Essen trifft, erzählt sie von den Erlebnissen mit den Geschichten aus der unbekannten Sonde: „Ich konnte sogar unser Haus auf Medavena sehen. Und wie Raan und Niss sich kennengelernt haben. Wie der Planet zerstört und Niss in letzter Sekunde gerettet wurde. Abgesehen davon, dass es sehr eindrucksvoll war, konnte ich auch die Gefühle der einzelnen Personen spüren.“ „Konntest Du uns auch sehen?“ fragt Anaren ganz aufregend. „Ja,“ antwortete Nerana, „ich konnte deine und auch Gerins Geburt miterleben. Und wie glücklich Niss und Raan darüber waren.“ Niss erinnert sich an all die Ereignisse und fragt ihre Mutter: „Wie ist das denn möglich, dass diese Geschichten alle in dieser kleinen Sonde gespeichert sind?“ Nerana versucht es mit ihren Worten zu erklären: „Unsere Wissenschaftler glauben, dass es nicht nur diese eine Sonde gibt, sondern dass es sehr viele davon in der gesamten Galaxy gibt. Sie müssen auf eine für uns unbekannte Art und Weise miteinander verknüpft sein. Wir haben auch Erlebnisse aus anderen Bereichen sehen können, in denen unser Volk noch nie gewesen ist.“ „Und woher kommen diese Sonden?“ unterbricht sie Raan. „Das weiß keiner. Ich denke auch nicht, dass wir dies jemals erfahren werden.“ erläutert Nerana weiter.

An diesem Tag sitzen sie noch lange zusammen und reden ausgiebig über die geheimnisvolle Sonde. So wie alle auf diesem und den anderen Sternenschiffen, die sich weiterhin durch das Weltall in die Zukunft bewegen.

Maria

Inzwischen sind mehr als fünftausend Jahre vergangen, seit die Flotte der Voyneys die rätselhafte Sonde entdeckt hat. Die Sonde selbst hat die Sternenschiffe schon vor langer Zeit verlassen und führt ihre Mission in anderen Teilen der Galaxy fort. Die Nachfahren von Nerana, Niss, Raan, Anaren und Gerin leben weiterhin auf der Stelavis 23 oder einer der benachbarten Sternenschiffe.

Es ist die Zeit gekommen, in der die Voyneys in der Nähe eines Sonnensystems vorbeifliegen, in dem der dritte Planet von Menschen bevölkert wird. Diese hatten schon die ersten Starts einiger Raketen in die nähere Umgebung ihres Heimatplaneten durchführen können. Von interstellaren Reisen sind sie aber noch weit entfernt. Die Stelavis 23 soll den Planeten näher erkunden, ohne Kontakt zu den Bewohnern aufzunehmen. Das eine weitere der geheimnisvollen Sonden diesen Planeten, der von ihren Bewohnern „Erde“ genannt wird, umkreist, bleibt unbemerkt.

Das Sternenschiff nimmt eine Position auf der erdabgewandten Seite des Mondes ein. Ein kleines Forschungsschiff mit zehn Wissenschaftlern fliegt unbemerkt an den Rand einer der größeren Städte auf dem Planeten. Die Stadt liegt auf dem nördlichen Teil zweier zusammenhängender Kontinente, direkt an einem der großen Ozeane. Beim Anflug entdecken die Wissenschaftler auf der Wasserseite eine übernatürlich große Statue, die in der einen Hand eine Fackel in die Höhe streckt und im anderen Arm ein Buch hält. Die vielen Hochhäuser erinnert sie an die Erzählungen über ihre alten Planeten. Nur das hier die Stadt nicht von einer Kuppel geschützt wird. Der Planet umkreist aber auch nur eine Sonne, die nicht so intensiv strahlt wie die zweite Sonne in ihrem eigenen alten System.

„Hier können wir landen,“ sagt der Leiter der Mission zum Piloten, „es sind keine Menschen in der Umgebung zu sehen.“ Anschließend wendet er sich an die gesamte Crew: „Ich möchte, dass alle ausschwärmen und ihre vorher besprochenen Aufgaben erledigen.“

Die Wissenschaftler nehmen Boden-, Wasser- und Luftproben und sammeln kleinere Gegenstände auf, die anscheinend niemandem gehören. Sie inspizieren alte verlassene und verfallene Holzhütten und können dadurch Rückschlüsse auf die Größe der einheimischen Bevölkerung ziehen. Alte zerfledderte Zeitschriften, die in einer der alten Hütten liegen, geben dann aber Aufschluss darüber, dass die Erdenbewohner sich nur in wenigen Dingen von ihnen selbst unterscheiden. Sie scheinen durchschnittlich kleiner zu sein und die Haut- und Haarfarben variieren von sehr hell bis sehr dunkel.

„Hier ist jemand,“ ruft plötzlich einer der Wissenschaftler den anderen zu, „ein kleines Menschenkind liegt hier verletzt unter einigen Decken.“ Alle rennen herbei und reden durcheinander: „Es ist ein junges Mädchen.“ „Was sollen wir machen?“ „Sie hat uns jetzt gesehen.“ „Wir müssen ihr helfen.“ „Wie alt mag sie wohl sein?“ „Sollen wir sie mit auf unser Schiff nehmen?“ „Wir können sie hier doch nicht verletzt liegen lassen.“ „Wir dürfen aber keinen Kontakt zur einheimischen Bevölkerung aufnehmen.“

Dann ergreift der Missionsleiter ein wenig lauter das Wort: „Seien Sie jetzt bitte alle mal still!“ Er wendet sich an einen Kollegen, der weiter hinten steht: „Sie kennen sich doch mit intergalaktischen Sprachen gut aus. Können Sie Kontakt zu dem Kind aufnehmen?“ „Ja, ich werde es versuchen,“ erhält er als Antwort.

Der Sprachwissenschaftler nähert sich vorsichtig dem kleinen Mädchen und versucht zuerst durch Gesten und dann mit einfachen Worten zu ihr zu sprechen. Die einheimische Sprache hat er sich schon vor der Landung durch das Abhören der vielen irdischen Radiosender angelernt. Nach einiger Zeit entsteht eine einfache Kommunikation zwischen beiden. „Das Mädchen ist fünf Jahre alt und ihr Name ist Maria,“ berichtet er den anderen, „sie hat keine Eltern und lebt hier alleine. Sie ist gestürzt und hat sich so stark am Bein verletzt, dass sie nicht mehr ohne Unterstützung laufen kann.“ „Dürfen wir ihr helfen?“ fragt der Mediziner der Gruppe. „Ja, sie vertraut uns,“ antwortet der Sprachwissenschaftler mit einem kurzen Blick zu Maria, die mit dem Kopf nickt, so als würde sie verstehen worum es geht.

Marias Wunden werden versorg und der Leiter der Mission nimmt Kontakt zum Sternenschiff auf, um das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem Menschenkind zu klären. Nach langen Beratungen sind sich alle Verantwortlichen einig. Das kleine Mädchen soll mit auf das Sternenschiff genommen werden. Hier auf der Erde hat sie niemanden, der sie vermissen oder sich um sie kümmern würde.

So betritt der erste Mensch ein Sternenschiff der Voyneys.

Das Erbe von Jen

Fünfzehn Jahre lebt Maria nun auf dem Sternenschiff, das sich immer noch in der Nähe der Erde befindet. Sie spricht fließend die Sprache der Voyneys und auch die ihres Heimatplaneten. Alle Beteiligten waren sich bewusst, dass sie ihre eigene Sprache nicht vernachlässigen durfte. Aufgewachsen ist sie in einer Familie, die eine Tochter im fast gleichen Alter wie Maria hat.

Das Erdenmädchen besuchte mit allen anderen Kindern aus den Nachbarquartieren die gleiche Schule und lernte dort schon vor einigen Jahren ihren Freund Jen kennen. Jen ist deutlich größer als Maria und war schon immer von ihrer exotischen Art fasziniert. Er hat sich schon in jungen Jahren rührend um sie gekümmert und sie in die Gemeinschaft der anderen Kinder integriert. Maria fühlt sich in seiner Nähe immer geborgen und beschützt. So verwundert es niemanden, dass sie an ihrem zwanzigsten Geburtstag mit Jen zusammen in ein eigenes kleineres Quartier zieht.

Als Maria nach zwei weiteren Jahren schwanger wird, ist die Aufregung bei den Wissenschaftlern groß. Es wird das erste gemeinsame Kind zwischen einem Voyney und einem Menschen sein. Die Schwangerschaft bei Maria dauert nicht so lange, wie es normalerweise bei den Menschen üblich ist. Nach sieben Monaten bringt sie ein kleines Mädchen zur Welt.

„Ich möchte sie Sarah nennen,“ sagt sie zu Jen, als sie das kleine Wesen zum ersten Mal in den Armen hält, „der Name erinnert mich an die Erde.“ „Ja natürlich, mein Schatz,“ antwortet er und blickt auf seine strahlende Freundin und die kleine Sarah, die ihn anlächelte. „Schau Dir mal ihre Haarfarbe an,“ bemerkt er weiterhin, „dieses Ultraviolett gab es schon seit fünftausend Jahren nicht mehr in unserem Volk. Die berühmte Anführerin Anaren hatte als letztes diese ultravioletten Haare. Sie hatte damals unsere gesamte Sternenschiffflotte vor einer großen Katastrophe bewahrt.“ „Dann muss sie die Haarfarbe über Dich an Sarah vererbt haben,“ erwidert Maria ein wenig stolz, „Auf der Erde gibt es keine natürlichen Haare mit diesem Aussehen.“ „Ja, so muss es sein,“ bestätigt Jen und setzt sich mit einem unbeschreiblichen Gefühl auf einen Stuhl.

Erde

Fortsetzung folgt

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